02.09.2013

Zukunftsweisende Kooperationen in den Gemeinden: Energie AG macht Oberösterreich e-mobil

Die Energie AG macht Oberösterreichs Gemeinden e-mobil: Gemeinsam mit der Oberösterreichischen Versicherung und Renault Sonnleitner wurde ein Paket geschnürt, in dem Gemeinden und Non-Profit-Organisationen zu einem monatlichen Pauschalpreis von 504 Euro ein Elektroauto nutzen können. Im Paketpreis sind Leasingrate, Batteriemiete, Versicherung, Ladestation sowie Reifen und Wartung inkludiert, womit die Kosten absolut planbar und kalkulierbar sind. Sechs Gemeinden, das Rote Kreuz und das Regionalforum Steyr-Kirchdorf sind die ersten Nutzer dieses einmaligen Projektes. 
 
Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner: „Elektromobilität ist gelebter Klimaschutz und leistet einen wesentlichen Beitrag, die Umwelt, aber auch die Gemeindekassen wesentlich zu entlasten.“
 
Generaldirektor Josef Stockinger, Oberösterreichische Versicherung: „Die Oberösterreichische Versicherung ist beim Versicherungsschutz für Photovoltaikanlagen, Sonnenkollektoren und E-Bikes Impulsgeber und Motor auf dem heimischen Versicherungsmarkt. Es freut uns deshalb auch, dass wir oberösterreichische Gemeinden bei diesem Pilotprojekt begleiten dürfen.“
 
Geschäftsführer Wolfgang Sonnleitner, Renault Sonnleitner GmbH: „Modell und Antrieb sind für das E-Mobilitäts-Paket der Energie AG perfekt – weil Elektromobilität ist dann optimal eingesetzt, wenn kurze Strecken mit einer geringen und konstanten Gesamtkilometerleistung pro Tag gefahren werden.“
 
Präsident Walter Aichinger, Oberösterreichisches Rotes Kreuz: „Wir sammeln Erfahrungen im Pilotprojekt Garsten – werden unsere Erwartungen erfüllt, werden wir Elektromobilität sicher deutlich mehr nutzen.“
 
Das allgemeine Interesse an Elektromobilität ist ungebrochen: Während Fahrräder und Scooter mit Elektroantrieb bereits seit längerem eine fixe Größe sind, werden Elektroautos mit dem Erreichen der Serienreife vor allem im Kurzstreckenbereich eine echte Alternative. 
 
Elektromobilität ist seit Bestehen der öffentlichen Stromversorgung ein wichtiges Thema für die Energie AG und hat Tradition: 110 Jahre nach Inbetriebnahme des ersten E-Mobilitäts-Kraftwerkes in Gmunden für die Straßenbahn fokussiert sich das Interesse heute auf Elektroautos. Mit jährlichen Investitionen in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro in eine funktionierende Netz-Infrastruktur macht die Energie AG einen flächendeckenden Einsatz von Elektromobilität in Oberösterreich möglich. Mit dem laufenden Umbau des Stromnetzes zum „Smart Grid“, dem intelligenten Stromnetz der Zukunft, bieten sich für die Elektromobilität gänzlich neue Möglichkeiten. 

Lademöglichkeiten für mehr als 400 Elektrofahrzeuge geschaffen

In der Elektromobilitäts-Offensive der Energie AG wurden bisher flächendeckend im Versorgungsgebiet vor allem in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, den Betreibern von Einkaufszentren aber auch mit Unternehmen das Ladestationsnetz deutlich ausgebaut. Mittlerweile sind 94 öffentliche Ladestationen mit Ladepunkten für 164 E-Autos und 267 einspurige E-Fahrzeuge in Betrieb. 

Attraktives Elektromobilität-Paket für Gemeinden zum all-inclusive-Preis

Das Projekt der Energie AG, das von Oberösterreichischer Versicherung und Renault Sonnleitner als Partner unterstützt wird, macht es möglich, vor allem Nutzern im Kurzstreckenbereich ein interessantes „all inclusive Package“ anbieten zu können: Enthalten sind im Standard-Package mit 12.500 Kilometer Fahrleistung zum Preis von 504 Euro inkl. MwSt. pro Monat

  • die Miete für den Renault Kangoo ZE 2-Sitzer
  • sämtliche Versicherungskosten
  • sowie sämtliche Kosten für Service, Wartung und Fahrzeugausstattung (Reifen etc.) 

Damit kann das geschnürte Paket zu einem mit konventionellen Autos absolut vergleichbaren Preis angeboten werden und gleichzeitig sind die Kosten für den Einsatz vollkommen kalkulierbar. 

Kostenvergleich

  Normalantrieb Elektroantrieb
Echtkosten aus 2010 2011 Paketpreis
Kilometerleistung 10.353 km 10.116 km 12.500 km
Treibstoffkosten EUR 1.304 EUR 1.438 EUR 363
Instandhaltung EUR 121 EUR 934 inklusive

Versicherung EUR 817 EUR 790
Kosten pro KM EUR 0,42 – 0,47 EUR 0,51
 
Die Autos kommen in den ersten teilnehmenden Gemeinden und Institutionen hauptsächlich im Bereich der Aktion „Essen auf Rädern“ zum Einsatz, werden aber auch als Bauhoffahrzeuge und als Poolautos in den Gemeinden genutzt. Die Projektlaufzeit erstreckt sich über 4 Jahre, danach können die Autos zum Restwert übernommen werden. 

Positive Erfahrungen: Mit dem Elektroauto durch den Alltag

Im eigenen Fuhrpark betreibt die Energie AG schon sechs Elektroautos. Bereits seit Februar 2011 hat die Energie AG das Elektroauto Mitsubishi i-MiEV im Einsatz, in dieser Zeit wurden bereits über 40.000 Kilometer – überwiegend im Kurzstrecken- und Stadtverkehr – zurückgelegt. Die FH Oberösterreich hat im Auftrag der Energie AG den Energieverbrauch des Elektroautos im Praxistest ein Jahr lang untersucht und sowohl die Energiekosten als auch den CO2-Ausstoss mit denen eines herkömmlich angetriebenen Autos verglichen: 

  • auf der gefahrenen Strecke von 14.916 Kilometer wurden rund 1,7 Tonnen CO2 gespart 
  • durchschnittlich wurden zwischen 20 und 22 kWh pro 100 km verbraucht, die Energiekosten betrugen 4,26 Euro pro 100 Kilometer
  • die Energiekosten eines vergleichbaren Benzinautos pro 100 Kilometer betragen im Durchschnitt 9,32 Euro, bei einem durchschnittlichen Benzinpreis von 1,4 Euro je Liter im Beobachtungszeitraum

Beim Treibstoff sind damit Kostenersparnisse von rund 750 Euro pro Jahr möglich, zudem entfällt bei Elektroautos die motorbezogene Versicherungssteuer. Die noch hohe Preisdifferenz zwischen benzin- und strombetriebener Variante konnte im Betrieb alleine nicht erwirtschaftet werden, mit sinkenden Preisen wird das Elektroauto aber zur Alternative werden.

Klimaschutz ist für Versicherungsbranche ein „Gebot der Stunde“

„Die Oberösterreichische ist im öffentlichen Bereich und als verlässlicher Versicherungspartner der Gemeinden traditionell stark engagiert“, betont Generaldirektor Dr. Josef Stockinger. Als Vorreiter und Impulsgeber im Bereich der Absicherung alternativer Energien engagiert sich der heimische Marktführer und zugleich Österreichs größter Regionalversicherer seit jeher für kommende Anliegen: 
 
„Gerade der Klimaschutz ist für einen Versicherer, der die Auswirkungen des Klimawandels und der zunehmenden extremen Witterungsereignisse deutlich spürt, ein Gebot der Stunde“, so der Chef des „Keine Sorgen“-Versicherers. 

Sonnleitner bringt modernstes E-Auto aus Europa in das E-Mobilitäts-Paket ein

„Für die Firma Sonnleitner sind Energieeffizienz und Nachhaltigkeit wichtige Pfeiler unserer Unternehmensstrategie“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Sonnleitner. Mit den Marken Renault und Nissan hat er die beiden führenden Hersteller im reinen Elektrofahrzeugbereich – den Renault Kangoo ZE und den Nissan Leaf im Programm. „Mit über 100 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2012 und bereits über 90 verkauften Fahrzeugen im heurigen Jahr sind wir mit der Entwicklung dieses Marktsegmentes sehr zufrieden“, sagt Sonnleitner. Mit einer Photovoltaikanlage in der Niederlassung Linz-Urfahr kann das Unternehmen rund ein Drittel des Strombedarfs in dieser Filiale mit alternativer Energie abdecken, eine Fortsetzung dieses Engagements ist geplant. 
 
Modell und Antrieb sind für das E-Mobilitäts-Paket der Energie AG perfekt geeignet: „Elektromobilität ist optimal eingesetzt, wenn kurze Strecken mit einer geringen und konstanten Gesamtkilometerleistung pro Tag gefahren werden“, verweist Sonnleitner auf die wirtschaftlichen Vorzüge von Elektroautos. Da die Fahrzeuge als Automatikautos zudem extrem einfach zu fahren und zu warten sind, eignen sie sich optimal für den Pool-Einsatz, wo im Regelfall viele verschiedene Fahrer bedient werden müssen. Die Verwendung in einer Gemeinde ist daher ein Musterbeispiel für den effizienten Einsatz von Elektromobilität, die hier ihre Stärken voll ausspielen kann.

Pilotversuch in Garsten: Rotes Kreuz bringt „Essen auf Rädern“ elektrisch 

Einer der großen Projektpartner ist das OÖ. Rote Kreuz. „Seit Mai ist beim Roten Kreuz in Garsten das Essen auf Rädern elektrisch unterwegs“, sagt Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Mit dem Fahrzeug werden täglich 20 Menschen in Garsten mit einer warmen Mittagsmahlzeit versorgt. Es wurden bereits fast 3.000 Kilometer zurückgelegt und dabei rund eine halbe Tonne Kohlendioxid eingespart. Aichinger: „Für uns ist Garsten ein Pilotprojekt, bei dem wir erste Erfahrungen im täglichen Betrieb sammeln wollen. Werden unsere Erwartungen erfüllt gehe ich davon aus, dass wir in Zukunft unseren Anteil an Elektrofahrzeugen gerade im Bereich der Aktion „Essen auf Rädern“ deutlich erhöhen werden.“
 
Rotkreuz-Mitarbeiter Karl Hochrather sitzt regelmäßig am Steuer seines Elektrofahrzeuges und ist mittlerweile überzeugter Elektromobilist: „Schon nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an das fehlende Motorgeräusch und das lautlose Dahingleiten eröffnet ein völlig neues Fahrgefühl. Es ist interessant bei so was von Anfang an dabei zu sein“.

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