29.08.2017

Bilanz nach Orkan: 2,5 Millionen Euro Gesamtschaden, eingespielte Notfallpläne funktionieren reibungslos

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Nach dem Orkan, der am 18. und 19. August mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern übers Land gezogen ist, kann nun eine erste Schadensbilanz gezogen werden. Der Orkan richtete vor allem im Inn- und Mühlviertel schwere Schäden an der Strom-Infrastruktur im Mittel- und Niederspannungsnetz an. Die Schadenssumme beläuft sich auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Durch den Einsatz und die enge Zusammenarbeit von rund 200 Mitarbeitern der Netz Oberösterreich GmbH, der Energie AG Oberösterreich Tech Service GmbH sowie den Kollegen im Krisen-Callcenter konnte der Großteil der rund 150.000 betroffenen Kundenanlagen bereits nach wenigen Stunden wieder versorgt werden. Die Vollversorgung war am Sonntagmittag, rund 36 Stunden nach den orkanartigen Windböen wiederhergestellt. 
 
Generaldirektor Werner Steinecker: „Es ist dem vorbildlichen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, dass wir noch in der Nacht zwei Drittel aller Kundenanlagen wieder versorgen konnten. Dort wo es länger gedauert hat, waren die Reparaturen entsprechend aufwändig.“
 
Technik-Vorstand Stefan Stallinger: „Durch die zahlreichen Verkabelungsprojekte der vergangenen zehn Jahre konnte die Anzahl der von diesem Orkan betroffenen Kunden deutlich verringert werden. Diese Strategie wird weiterverfolgt und neue Projekte auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.“
 
Orkanartige Sturmböen und umstürzende Bäume führten in der Nacht vom 18. auf 19. Auguat an rund 150 Stellen im 31.500 Kilometer langen Stromnetz der Energie AG zu Leitungsunterbrechungen. Hauptbetroffen waren Mittelspannungsleitungen (Spannungsebene 30.000 Volt, Verbindung von den Umspannwerken zu den Trafostationen) und Niederspannungsleitungen (Spannungsebene 400 Volt, Verbindung von den Trafostationen zu den Kundenanlagen). 
 
„Es ist dem Einsatz unserer Techniker- und Montage-Teams zu verdanken, dass wir in kürzester Zeit die ersten Kundenanlagen wieder ans Netz bringen konnten“, sagt Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker. Noch in der Nacht konnten zwei Drittel der Kundeanlagen durch den Einsatz der mehr als 200 Mitarbeiter wieder mit Strom versorgt werden. Bis zum Samstagabend waren dann nur mehr rund 3.800 Kundenanschlüsse spannungslos. Hier konnten die umfangreichen Reparaturarbeiten erst am Sonntagvormittag abgeschlossen werden. „Der Orkan hat uns wieder sehr deutlich vor Augen geführt, dass die Versorgungssicherheit ein hohes, aber nicht selbstverständliches Gut ist“, sagt Steinecker, für den Fall der Fälle sei die Energie AG aber gerüstet: „Unsere Notfallorganisation funktioniert wie vorgesehen und stellt die rasche Hilfe für unsere Kunden sicher!“
 
Stromversorgung ist eine Selbstverständlichkeit geworden
 
Die witterungsbedingten Ausfälle haben die Wichtigkeit der Stromversorgung erneut gezeigt: „Das ausreichend Strom in der erforderlichen Spannungsqualität vorhanden ist, das wird heute von unseren Kunden vorausgesetzt“, sagt Steinecker. Um diesen Anspruch der Bevölkerung gerecht zu werden, seien die Mitarbeiter des Energie AG-Konzerns täglich damit beschäftigt, diese Versorgung aufrecht zu erhalten. 
 
Oberstes Gebot bei der Schadensbehebung habe aber immer der Eigenschutz, was die Teams bei Dunkelheit und beim anhaltenden Wind in den Stunden nach den orkanartigen Windböen immer noch vor große Herausforderungen gestellt hat. Auch die Zusammenarbeit mit den zur Verstärkung angeforderten Fremdfirmen zur Unterstützung hat reibungslos funktioniert. 
 
Verkabelungsmaßnahmen von Mittelspannungsleitungen wirken nachhaltig: Weniger Kundenanlagen von Störungen betroffen
 
In den frühen Samstagmorgenstunden konnten durch umgestürzte Baume und unterbrochene Leitungsverbindungen rund 150.000 Kundenanlagen nicht mit Strom versorgt werden. Positiv hat sich zum wiederholten Male das nahezu abgeschlossene Verkabelungsprogramm auf der Mittelspannungsebene ausgewirkt, das nach den Orkanereignissen „Kyrill“ und „Emma“ in den Jahren 2007 und 2008 in Angriff genommen und beinahe vollständig umgesetzt wurde. Da hier ein Großteil der besonders störungsanfälligen Leitungsabschnitte bereits verkabelt worden ist, konnte das Ausmaß der Störungen wesentlich verringert werden. In den vergangenen Jahren wurden über 300 Einzelprojekte im gesamten Netzgebiet abgewickelt und rund 470 Kilometer Freileitungen verkabelt. Die Gesamtinvestition belief sich bisher auf 67,5 Millionen Euro.
 
„Ohne den Maßnahmen des Mittelspannungsverkabelungsprogrammes wäre die Zahl der betroffenen Kunden sicher um bis zu 100.000 höher gelegen“, sagt Energie AG-Technikvorstand Stefan Stallinger. Durch das aktuelle Ereignis hätten sich wiederum ein paar neuralgische Stellen im Stromnetz herauskristallisiert, deren Verkabelung nun geprüft wird. Stallinger: „Jedes Ereignis bringt neue Erkenntnisse. Wir werden die der letzten Woche analysieren, bewerten und in Maßnahmen umsetzen.“ Wo zusätzliche Verkabelungen anhand der topographischen und geologischen Verhältnisse möglich sind und somit die Sicherheit der Versorgung weiter verbessert werden kann, werde man konkrete Projekte ausarbeiten und umsetzen. In den kommenden Jahren stehen weitere Verkabelungs-Projekte mit einem Kostenvolumen von rund 8,5 Millionen Euro an.
 
Nach wie vor werden einige Versorgungsgebiete durch Ersatzschaltungen und -leitungen versorgt. Die Arbeiten bis zum vollständigen Wiederaufbau des Stromnetzes werden noch mehrere Wochen dauern.

Unternehmensinformation

Die Energie AG Oberösterreich ist der moderne und leistungsfähige Anbieter für Strom, Gas, Wärme, Wasser sowie Entsorgungs- und Informations- und Kommunikationstechnologie-Dienstleistungen. Der Konzern steht für höchste Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte, Prozesse und Services. Als kompetentes und wettbewerbsorientiertes Unternehmen wird den Kunden ein faires Preis-/Leistungsverhältnis garantiert.


Mit der Erfahrung eines 100-jährigen Werkstattbetriebes kann die Energie AG Oberösterreich Tech Services GmbH  sich von vielen anderen Marktplayern abheben – gebündeltes Know-how macht das Unternehmen zum ersten Ansprechpartner für Dienstleistungen bei allen netzrelevanten Einrichtungen und Kraftwerksanlagen im Bereich der Strom-, Wärme-, Gas-, und Telekominfrastruktur.


Die market calling Marketing GmbH ist Österreichs Spezialist für Kundenservice, Marketing und Marktforschung. Eigentümer sind die Energie AG Oberösterreich (60 Prozent) und das market-Marktforschungsinstitut (40 Prozent). Neben dem Energie AG-Konzern werden zahlreiche weitere namhafte Auftraggeber aus ganz Österreich in ihrer Kundenkommunikation unterstützt. Das 1998 gegründete Unternehmen bietet maßgeschneiderten Services von der 24h-Hotline über Umfragen bis hin zur Live Chat-, E-Mail- und Social Media-Betreuung an. Alle Leistungen sind nach der europäischen Kundenservice-Norm EN 15838 zertifiziert.


Die Netz Oberösterreich GmbH ist der Strom- und Erdgas-Netzbetreiber des Energie AG-Konzerns. Die Gesellschaft steht für einen sicheren, zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Verteilernetzes. Das  Versorgungsgebiet umfasst den Großteil Oberösterreichs sowie Teile der Nachbarbundesländer Salzburg und Steiermark. Mehr als 550.000 Kunden sind an das Strom- und Erdgasnetz angeschlossen. 
 
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