29.04.2014

Kunstausstellung "LICHT/SPIEL" im PowerTower der Energie AG

20140428 Kunstausstellung Cooper

Lichtinstallation von Waltraut Cooper im PowerTower der Energie AG

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In Kooperation mit dem "OK Offenes Kulturhaus" und dem Filmfestival Crossing Europe präsentiert die Energie AG Oberösterreich die heurige Jahresausstellung "LICHT / SPIEL". Neben einer Neuproduktion des spanischen Künstlers Fernando Sánchez Castillo, der dem gewagten Sprung eines DDR-Grenzsoldaten in den Westen, während des Baues der Berliner Mauer 1961 ein Denkmal setzt, widmet sich die Ausstellung spielerisch dem Thema Licht und Film. 
 
Ausstellende Künstler sind:  
  • Fernando Sánchez Castillo
  • Siegfried A. Fruhauf
  • Rainer Kohlberger
  • Waltraut Cooper
  • Iván Navarro
 
Gezeigt werden eine abstrakt generierte Leuchtkasten-Arbeit des Crossing-Europe-Preisträgers 2013, Rainer Kohlberger, aber auch fotografierte "LIGHT OBJECTS" des Filmkünstlers Siegfried A. Fruhauf aus der Sammlung der Energie AG, sowie eine illusionistische Lichtskulptur des chilenischen Künstlers Iván Navarro. Die Grande Dame der österreichischen Lichtkunst Waltraut Cooper ist ebenfalls mit einer eigens für die Fassade entwickelten Arbeit zum Thema Energie vertreten.
 
Zu Besichtigen ist die Ausstellung im Foyer des PowerTowers der Engergie AG, Böhmerwaldstraße 3, immer wochentags von 9.00 bis 16.00 Uhr. Allgemeine Führung finden nach Anmeldung (Tel: 0732/784178-52550) jeden Donnerstag um 18.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
 

RAINER KOHLBERGER: Colors of noise, Pt. III, 2014
 
Kohlbergers reduzierte Bildsprache bewegt sich zwischen einem spielerischen Umgang mit konkreten Formen und einer Noise-Ästhetik. Seine algorithmisch erzeugten Bilder entwickelt er für Raum-Installationen, Live-Visualisierungen und mobile Applikationen. Ausgehend von seinem Trailer für Crossing Europe entstanden zwei Arbeiten zum Thema "Rauschen": Eine Außeninstallation und Projektion auf die Fassade des Bürogebäudes am OK Platz (während des Festivals von 25.-30.4.) und speziell für den Power Tower eine zweidimensionale Version als monumentales, hinterleuchtetes Bild.
Rainer Kohlberger, geboren 1982 in Linz, lebt als freischaffender Videokünstler und Mediengestalter in Berlin. 
 
FERNANDO SÁNCHEZ CASTILLO: OK LABOR ARTIST IN RESIDENCE
 
Sánchez Castillo beschäftigt sich mit Denkmälern, aber auch der jüngsten Geschichte Spaniens, der Ära des Diktators Franco – ein Thema, das aufgrund des unvermittelten Übergangs zu einer demokratischen Staatsform unter denselben politischen Kräften erst langsam öffentlich aufgearbeitet wird. Sánchez Castillo untersucht die Beziehungen zwischen Geschichte und Politik, Kunst und Macht, öffentlichem Raum und kollektiver Erinnerung und ihrer Manifestationen in Form von Denkmälern. 
Spitting Leaders, 2008/2013: Vier Diktatoren stehen als Bronzebüsten im Teich im Innenhof der Energie AG und spucken sich gegenseitig an. Sánchez Castillo hat mit dieser Brunneninstallation eine eindrucksvolle und gleichzeitig ironische Arbeit über den Umgang mit Vergangenheit und mit Denkmälern geschaffen. Die Zeitgenossen Mussolini, Franco und Stalin stehen im “Dialog” mit Philipp V. aus Frankreich (eine Kopie einer Büste von Bernini). 
Mauerspringer, 2014: Wer verdient nun ein Denkmal? Anlässlich des Berliner Mauerfalls vor 25 Jahren hat Sánchez Castillo, eigens für die Ausstellung in der Energie AG, eine neue Arbeit produziert. Dabei wird eines der wichtigsten Medienbilder des 20. Jahrhunderts in eine dreidimensionale Skulptur transferiert. Das Ausgangsfoto zeigt Conrad Schuhmann, einen DDR-Grenzsoldaten, der 1961, nur drei Tage nach dem Beginn des Mauerbaus, über einen Stacheldraht nach Westberlin sprang und damit zu einem der ersten Grenzflüchtlinge wurde. In Kooperation mit der Johannes Kepler Universität wurden kleine Figuren entwickelt, die in 138-facher Ausführung auch an die Opfer an der Berliner Mauer erinnern.
Barricada Collage, The Nature of Social, 2014: Nach Aufständen bleiben oft nur die errichteten Barrikaden als physische Erinnerung der Geschehnisse übrig. Sánchez Castillo erhebt diese umfunktionierten Alltagsegenstände nun zu künstlerischen Objekten. Seine originalgetreuen Skulpturen sind Abgüsse aus Bronze, dem wertvollsten aller bildhauerischen Materialien, das seit je¬her bei Denkmälern im öffentlichen Raum eingesetzt wurde. Das Ensemble aus Ästen, Reifen und Flaschen wird so zum Monument der Auflehnung und des Widerstands.
Sánchez Castillo, geb. 1970 in Madrid, lebt und arbeitet dort.
 
WALTRAUT COOPER: Art, 2014
 
Coopers Lichtskulpturen setzen starke Zeichen in einem oftmals unüberschaubar wirkenden, öffentlichen Raum. Ihre großen Installationen entwickeln ein geometrisch orientiertes Formenvokabular und basieren häufig auf mathematisch abgeleiteten Zahlenreihen und Konstruktionen. Als Künstlerin und Mathematikern verbindet Waltraut Cooper diese gegensätzlichen Perspektiven auf die Welt in ihren Werken. Wie in der eigens für die Fassade der Energie AG entwickelten Arbeit, handelt es sich oft um Übersetzungen von Codes. Die grünen und blauen Lichtbalken zeichnen einen binären Code und geben das Wort „Art“ in einer abstrakten Form wieder. 
Cooper studierte Kunst, Mathematik und theoretische Physik in Wien, Paris, Santa Barbara (Kalifornien,) Lissabon und Frankfurt. Sie war Teilnehmerin an der Biennale Venedig 1986 / Kunst und Wissenschaft und an Arte Laguna/Biennale Venedig 1995. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
 
SIEGFRIED A. FRUHAUF: Ligth Objects, 2008/2009
 
Nebel nimmt üblicherweise die Sicht, verhüllt und verschleiert. Licht jedoch findet im Nebel ein Trägermedium und wird genau dadurch sichtbar. Fruhauf nutzt dieses Phänomen für seine Fotoarbeiten und zeigt Licht als Objekt: Ein Projektionsstrahl mit einfachen grafischen Motiven wird in den nächtlichen Nebelhimmel projiziert und abfotografiert, dadurch wird die raumnehmende Dimension des Lichtes festgehalten.. Die Lichtobjekte strecken sich von oben, unten, links und rechts Richtung Fluchtpunkt in die Tiefe der Fotografien und versuchen mit ihrer abgebildeten Räumlichkeit entgegen der Flucht der Gänge des Energie AG - Gebäudes zu wirken, dem Ort an dem sie üblicherweise präsentiert werden.
Fruhauf, geboren 1976 in Grieskirchen, lebt und arbeitet in Linz und Heiligenberg. 
 
IVAN NAVARRO: Ecco (Brick), 2012
 
Navarros Interesse an Wörtern als Objekte und Metaphern spiegelt sich in einer Reihe von Skulpturen wider. In der Energie AG wird eine Art illusionistischer Lichtbrunnen gezeigt. Anstelle der normalerweise auf dem Podest stehenden Skulptur ist das Kunstwerk hier in einen aufgemauerten „Sockel“ eingearbeitet. Das mit Neonröhren geschriebene Wort “ECCO“ vervielfältigt sich über Spiegel in die Tiefe. Jeder Buchstabe dieses Wortes ist vertikal symmetrisch; bei genauerer Betrachtung wird sichtbar, dass  nur der obere Teil aus Neonröhren besteht, der untere Teil ist reine Reflektion. “Die Dualität ist wörtlich gemeint”, sagt Navarro. “Die eine Hälfte ist real, die andere Illusion. Das Wort ist nur in seiner Repräsentation komplett.”
Iván Navaro, geboren 1972 in Chile, lebt und arbeitet in New York.
 
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Bilder

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20140428 Kunstausstellung Vernissage
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20140428 Kunstausstellung Castillo
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Pressesprecher, Leiter Konzernkommunikation 

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Lichtinstallation von Waltraut Cooper im PowerTower der Energie AG

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