21.03.2012

Millionen Euro versickern: Energie AG sagt teuren Wasserverlusten den Kampf an

Wasserversorgungsanlage Wels

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Seit 120 Jahren steht die Energie AG Oberösterreich für eine sichere Versorgung von Oberösterreich mit elektrischer Energie. Seit 12 Jahre gehört zu dieser Versorgungssicherheit auch Trinkwasser. Anlässlich des morgigen Weltwassertages am 22. März weisen die Spezialisten  der Energie AG-Wasser-Gruppe darauf hin, dass vor allem Leitungslecks österreichweit Kosten in Millionenhöhe verursachen, die eigentlich rasch behoben werden könnten.
 
Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner: „Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen, deshalb sind höchste Qualität und Versorgungssicherheit unser Maßstab!“
 
In Mitteleuropa ist es in der Regel nicht die Wassermenge, die im Fokus der Versorgungs- und Betreiberunternehmen steht, denn alleine in Österreich werden 97 Prozent des vorhandenen Trinkwassers nicht benötigt. Es sind vielmehr die Fragen des Alters und des Zustandes der schon seit langer Zeit ausgebauten Leitungsinfrastruktur. Beides spiegelt sich in der Höhe der Wasserverluste wider und diese nehmen von Jahr zu Jahr zu. 
 
„Das heißt, dass aus den Leitungen ein Viertel des Trinkwassers ungenutzt im Boden versickert – alleine die Menge in Österreich würde ausreichen, um die Trinkwasserversorgung von einer Million Menschen sicher zu stellen“, sagt Christian Hasenleithner, Geschäftsführer der Energie AG Wasser-Gruppe. Es sind aber auch ökologische, hygienische, versorgungstechnische und nicht zuletzt auch wirtschaftliche Gründe, die für eine Minimierung der Wasserverluste sprechen. Hasenleithner: „Das ist ein wesentlicher Kostenfaktor für den Betreiber – eine Leitung mit einem ein Zentimeter großen Loch kann zu Verlusten von bis zu 25.000 Euro pro Jahr führen.“
 
Auslöser und Ursachen von steigenden Wasserverlusten

Die Entstehung von Wasserverlusten hängt von vielen Faktoren ab – Baujahr, Bauqualität, Rohrmaterial, Verkehrsbelastung, Überdeckung, Innendruck, Druckschwankungen. In Österreich werden Verluste von 10 bis 15 Prozent noch als akzeptabel angesehen und es ist in der Regel unwirtschaftlich, geringere Verluste zu suchen und zu beheben. 
 
Gerade aufgrund des Alters der Leitungsnetze ist jedoch aktuell eine deutliche Zunahme der Wasserverluste festzustellen. „Auch 50-prozentige Verlustraten sind uns bei Analysen in österreichischen Gemeinden schon untergekommen“, sagt Franz Stacheneder, Leitungsexperte der Wasserdienstleistungsgesellschaft WDL. Aus Erfahrung weiß Stachenender aber auch, dass die Leckagen an den öffentlichen Leitungsnetzen nur einen Teil der Verluste ausmachen. „Ein beträchtlicher Teil der Verluste tritt bei den privaten Hausanschlüssen auf, auf welche die Versorger keinen Einfluss haben“, erklärt der WDL-Experte. 
 
Task Force Wasserverluste

Als Betreiber eines Wasserleitungsnetzes mit rund 8.400 km Länge hat die Wassersparte der Energie AG den Wasserverlusten in allen Betriebsregionen den Kampf angesagt und unterstützt auch die österreichischen Gemeinden bei der Leckortung. So gibt es in jeder der zehn Beteiligungen in Tschechien, Österreich, Slowenien und Ungarn eigene Task Forces. Deren Aufgabe ist es, Wasserverluste aufzuspüren und umgehend zu beheben. Und das gelingt auch durch den intensiven Erfahrungsaustausch im Konzern immer besser. 
 
So konnten die Verluste in der gesamten Wasser-Gruppe der Energie AG im letzten Jahr auf unter 20 Prozent gesenkt werden, was angesichts des Alters der tschechischen Netze und der schlechten Materialqualität von Leitungen, die im Kommunismus gebaut wurden, ein ganz hervorragendes Ergebnis darstellt. Bei den Transportnetzen der Oberösterreichischen WDL GmbH liegen die Verluste sogar unter zwei Prozent.
 
Der WDL-Rohrinspektor – Innovation hausgemacht

Dank zweier findiger Ingenieure der WDL wird den Wasserverlusten seit 2011 noch effizienter zu Leibe gerückt. Sie haben ein neues Gerät, den „WDL-Rohrinspektor“, entwickelt. Damit werden Wasserlecks rascher, kostengünstiger und weitgehend ohne Störung der Wasserversorgung aufgespürt und mit relativ geringem zusätzlichem Aufwand auch gleich repariert. Diese Innovation wurde im Vorjahr in der Kategorie Wasser mit den Energy Globe Awards Oberösterreich und Österreich ausgezeichnet.
 
Österreichische Gemeinden vertrauen den WDL-Spezialisten

Als eine von vielen Gemeinden hat die oberösterreichische Gemeinde Neufelden im Mühlkreis auf die Expertise der WDL gesetzt. Mit Unterstützung des Rohrinspektors konnten rasch mehrere Rohrbrüche im Leitungsnetz festgestellt werden. Bürgermeister Hubert Hartl war mit dem Service sehr zufrieden: „Ich bin von den Leistungen der WDL begeistert! Es wurde sehr professionell gearbeitet. Durch die rasche Leckortung und Problembehebung konnte der Wasserverlust deutlich gesenkt werden, was auch zu einer deutlichen Budgetentlastung führt, weil wir das Wasser von einem Wasserverband zukaufen.“
 
 

Die Wasser-Gruppe der Energie AG in Zahlen
 
Umsatz: 134,0 Mio. EUR
Fakt. Trinkwasser 53,6 Mio.m³
Fakt. Abwasser 44,4 Mio.m³
Einwohner Trinkwasser 1.047.000
Einwohner Abwasser 695.000
Wasserversorgungsanlagen 245
Abwasseranlagen 272
Mitarbeiter 1.703
Verträge mit Kommunen 1.077
Länge Wasserleitungsnetz 8.403 km
Länge Kanalnetz 4.003 km



 
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Wasserbehälter Andorf
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Verlegung einer Wasserleitung durch den Attersee
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