23.04.2019

SOKO Innovation: Energie AG entwickelt gemeinsam mit der Fachhochschule Oberösterreich und dem Energieinstitut neues Produkt – Online Heizungsberater „HEINZi“ ist auf dem Markt

201904 SOKO Innovation - HEINZi

Präsentieren den gemeinsam entwickelten Online Heizungsberater "HEINZi" (v.l.): Horst Steinmüller (Energie Institut an der JKU), Generaldirektor Werner Steinecker, Gerald Reisinger (Geschäftsführer der FH Oberösterreich), Harald Kindermann (Professor für Marketing, FH Steyr)

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Unkonventionelle Ideen suchen und Innovationen machen – das ist der Auftrag der Anfang 2015 ins Leben gerufenen „SOKO Innovation“ der Energie AG Oberösterreich. Das Querdenken und die Kundenbedürfnisse konsequent in den Mittelpunkt stellen ist in diesem Projekt Programm. Gemeinsam mit Experten der Fachhochschule Oberösterreich und dem Energieinstitut der JKU wurde eine Idee bis zur Marktreife geführt und umgesetzt. Kürzlich feierte der aus der SOKO stammende Online-Heizungsberater „HEINZi“ Premiere am Markt. Unter www.heinzi.com kann jeder seine individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Heizung finden.
 
Seit 2015 verfolgt die „SOKO Innovation“ innerhalb der Energie AG visionäre Projekte und innovative Ideen.  „Die SOKO Innovation hat diese besondere DNA, um am Markt erfolgreich zu sein. HEINZi hat die besten Voraussetzungen dafür“, ist Generaldirektor Werner Steinecker überzeugt. Diese außergewöhnlichen Projekte müssen auch nicht zwingend mit dem Kerngeschäft verbunden sein, sondern sollen neue Chancen aufzeigen. Anfang 2015 wurden dazu sowohl intern als auch extern mit etwa 350 Personen mehr als 30 Workshops abgehalten. In diesen Workshops wurden innovative Ideen erarbeitet und zahlreiche Problemstellungen behandelt. Aus Workshops mit Kunden, die gerade das Projekt Hausbau in Angriff genommen haben, kam unter anderem der Wunsch nach Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Heizung. Das war der Startschuss für HEI(N)Zi.
 
Die Entstehung des HEINZi
 
HEINZi ist die unabhängige Plattform für Heizungsberatung, die online anhand der individuellen Bedürfnisse die optimale Heizung findet. Ein paar Antworten zu Lebensstil, Komfortwünschen, räumlichen Gegebenheiten und Standort genügen – und HEINZi vergleicht die Anforderungen mit den Eigenschaften gängiger Heizsysteme. 
 
Der Online-Heizungsberater liefert auch einen übersichtlichen Vergleich typischer Kosten dazu. Nach der Registrierung hat man die Möglichkeit, Kostenvoranschläge von Installateuren in der Nähe anzufordern - und das völlig unverbindlich und kostenlos.
 
Auch die Installateure profitieren von HEINZi – ihr Bekanntheitsgrad steigt und ihnen eröffnen sich neue Wege zu den Kunden. Bei den folgenden Gesprächen haben Kunden bereits konkrete Vorstellungen, weil sie sich bei der Online-Beantwortung bereits mit der Thematik auseinandergesetzt haben. 
 
Die Energie AG als Systembereitsteller bietet Installateuren die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen auf der Online-Plattform zur Verfügung zu stellen. Bei Zustandekommen eines Auftrags wird lediglich ein prozentueller Anteil des Auftragsvolumens gegenüber der Energie AG fällig. 
 
 
Meilensteine der Produkteinführung
 
Jul. 2016 Projektstart
Jul. – Sep. 2016 Studie Kundenpräferenzanalyse mit der FH Steyr
Okt. 2016 – Feb. 2017 Entwicklung Matchingalgorithmus (auf Basis der Studie) und Programmierung Prototyp
Mär. – Mai 2017 Testing und Business Plan
Sep. – Nov. 2017 Studie technische Heizungskriterien für Matching-algorithmus gemeinsam mit Energieinstitut an der JKU
Jun. 2017 – Feb. 2018 Produktentwicklung, Weiterentwicklung Algorithmus gemeinsam mit FH Steyr und Energieinstitut,
Programmierung Plattform
Mär. 2018 Marktstart mit „Minimal Marktfähigem Produkt“
Apr. 2018 – Apr. 2019 Ausbau der Funktionalitäten für Kunden und Installateure
 
  
Innovationen sind gelebte Praxis in der Energie AG
 
Ein Ziel der SOKO Innovation ist, möglichst rasch einen Prototyp zu erhalten und anhand dessen zu lernen. Frei nach dem Motto „Try and error“ wurde experimentiert und durch die gewonnenen Erkenntnisse das Produkt immer weiterentwickelt. 
 
„Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Experten ist für uns in diesem Prozess sehr wichtig, da wir dadurch direkt am Puls der Zeit sind und die Innovationen im Konzern vorantreiben können“, sagt der Generaldirektor. 
 
Erfolgsfaktoren sind Kundennähe und Mitarbeitermotivation. Um den Mitarbeitern neben ihren Kernaufgaben Raum für die Entwicklung digitaler Lösungen zu geben, wurde eine Digitalisierungsoffensive der Energie AG gestartet. Bei diesem Digitalisierungsprogramm haben Mitarbeiter die Möglichkeit, bei Kurzpräsentationen gegenüber dem Vorstand und der Führungsmannschaft ihre visionären und auch betriebswirtschaftlich durchdachten Ideen vorzustellen. Die Projekte werden unter anderem von der Belegschaft selbst bewertet und die besten für die Umsetzung mit einem Budget des Vorstandes ausgestattet.
 
Im ersten Jahr wurden aus 25 eingereichten Projekten drei ausgewählt. Nicht alle werden zwingend umgesetzt: Ein Projekt wurde unter dem Aspekt „kill early/kill cheap“ nach genauer Begutachtung gestoppt.
 
In den vergangenen Jahren wurden insgesamt 330 Ideen entwickelt. 26 kamen auf eine Shortlist. Davon werden neun umgesetzt. Drei neue Projekte sind: „DigiTalent“, „DataScience“ und „Back-Office Robotics“.

  • "DigiTalent“ – ist eine Online-Jobplattform auf der Bewerber sich einfach und mit wenigen Klicks für ihren Traumjob bei der Energie AG bewerben können. Das Portal ist unter http://jobs.energieag.at erreichbar.
  • „DataScience“ – hier wurden sämtliche LKW Daten (Service, Reparaturen etc.) der Entsorgungstochter analysiert und prognostiziert wann der optimale Austauschzeitpunkt der Fahrzeuge ist. 
  • "Back-Office Robotics" – Kunden bekommen ab sofort Benachrichtigungen über den Fortschritt bzw. den Fertigstellungsgrad ihres Glasfaseranschlusses. 
„Es freut mich als Generaldirektor außerordentlich, dass sich so viele Kollegen über ihre Arbeit hinaus engagieren und neue Tätigkeitsfelder und Entwicklungschancen für die Energie AG erarbeiten“, so Steinecker.
 
Von der SOKO Innovation wurde darüber hinaus ein internes Netzwerk mit rund 100 „Friends of SOKO“ aufgebaut die in regelmäßigen Abständen mit zusätzlichen News rundum Digitalisierung und Innovation versorgt werden.
 
 
In HEINZi steckt geballtes Wissen
 
Die Entscheidung, welches Heizsystem für einen Hausbesitzer das richtige ist, stellt die meisten Endverbraucher vor eine Herausforderung. Dies liegt insbesondere darin, dass Merkmale wie die Vollkosten einer Anlage, die zur Anwendung kommenden Brennstoffe, die Umweltverträglichkeit, die Bedienfreundlichkeit des Systems, diverse Sicherheitsaspekte usw. für einen durchschnittlichen Hausbesitzer nicht unmittelbar erkennbar und beurteilbar sind. Die SOKO Innovation hat dieses Problem erkannt und die Idee, ein Online-System zu entwickeln, das alle betroffenen Personen hilft, ein individuell optimales Heizsystem zu finden. 
 
Bei der Entwicklung dieses Online-Entscheidungsunterstützungssystems verfolgte man den Plan, Experten aus der Wissenschaft beiziehen. Aus diesem Grund suchte man von Seiten der Energie AG den Kontakt mit der FH OÖ, um bei der Entwicklung eines solchen Systems mitzuwirken. 
 
Da am Campus Steyr im Bereich der Konsumentenforschung ausreichend Expertenwissen zu Verfügung steht, wurde der Kontakt zwischen den Experten der FH OÖ am Campus Steyr und der SOKO Innovation hergestellt.
 
  
HEINZi hat schon jede Menge Erfahrung

Da insbesondere die empirische Konsumentenforschung einer der Schwerpunkte unserer Forschungstätigkeiten ist, wurde ich zu einem ersten Briefing-Gespräch mit der SOKO eingeladen, bei dem die herausfordernde Zielsetzung formuliert wurde: Es sollte anhand von nur wenigen Fragen, die eine beliebige Person beantwortet, eruiert werden, inwieweit sich welche Heizsysteme für diese Person eignen – und das, ohne Fachwissen der Person, aber unter Berücksichtigung ihrer individuellen Präferenzen.
 
Die Basis für die Realisierung dieses Tools war zunächst eine umfassende empirische Befragung von mehr als 4.500 Kunden. Dabei wurden diverse Persönlichkeitsmerkmale und Präferenzunterschiede hinsichtlich wichtiger Merkmale der unterschiedlichen Heizsysteme ermittelt. Konkret waren dies der Investitionsaufwand, die jährlichen Betriebskosten, der mit einem Heizsystem verbundenen Arbeitsaufwand, die Betriebssicherheit, die Umweltfreundlichkeit und die Regionalität bzw. Nachhaltigkeit.
 
Anhand dieser Daten wurden in der Folge genau jene wenigen Fragen herausgefiltert, die relevant sind, um eine möglichst valide Prognose berechnen zu können, welche Heizsystemeigenschaften für eine Person deren Bedürfnisse am ehesten erfüllt. Realisiert wurde dieses Prognosemodell mit Hilfe einer sogenannten logistischen Regressionsanalyse. 
 
Die Prognoseergebnisse wurden durch eine neuerliche Befragung validiert und im Rahmen von Praxistests (z. B. bei der Energiesparmesse) überprüft.  
 
Die SOKO Innovation hat an dieser Stelle mit viel internem Know-How das Matching entwickelt und gemeinsam mit der JKU weiterentwickelt. Der nächste Schritt war dann, dass die gewünschten Eigenschaften auf eine Systementscheidung umgelegt werden, die möglichst objektiv erfolgen sollte. Bei diesem Punkt kam die JKU mit ihrem Energieinstitut ins Spiel. 
 
 
Mit HEINZi bis zu 40 % Heizkosten sparen 
 
Die Heizung ist der mit Abstand größte Energieverbraucher in unseren Haushalten. Mehr als 80 Prozent der Energiekosten einer Immobilie entfallen im Durchschnitt auf Raumwärme und Warmwasser. Daher zählt der Austausch einer veralteten Anlage zu einer wesentlichen Maßnahme für Besitzer oder Verwalter einer Immobilie, eines Hauses, um die Betriebskosten zu senken und die Umwelt zu entlasten. Aber auch beim Kauf oder Bau einer neuen Immobilie sollten sich künftige HausbesitzerInnen detailliert mit der Suche nach der passenden Heizung beschäftigen. Moderne Heizungen schaffen es, den Energieverbrauch gegenüber alten Modellen zwischen 10 und 40 Prozent zu senken. Dabei ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, welchen Heizungstyp Sie als Immobilienbesitzer auswählen. Doch welches Heizungssystem ist letztlich das richtige?
 
Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe verschiedener Heizungstypen und zugehörigen Unterklassen. Ein entscheidendes Argument für oder gegen ein System ist ein umfassender, transparenter und unabhängiger Vollkostenvergleich -  schließlich sind wir alle daran interessiert, möglichst wenig Geld für Energie auszugeben. 
 
Das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität und hier im Speziellen die Expertinnen und Experten der Energietechnikabteilung erarbeiteten im Rahmen der Begleitforschung zum Innovationsprojekt Online Heizungsberater HEINZi eine Datengrundlage zur Berechnung und Abschätzung der technischen Kenngrößen der Heizung und daraus abgeleiteten Wirtschaftlichkeit bzw. jährlichen Vollkostenvergleich der Systeme. Im Rahmen einer möglichst klein gehaltenen Abfrage zum Gebäudebestand oder dem geplanten Vorhaben werden die notwendigen Eckdaten generiert, um eine maximale Aussage hinsichtlich des Kostenvergleich zu schaffen. 
 
Um die Wirtschaftlichkeit bzw. die Kosten der verschiedenen Heizsysteme vergleichen zu können, wurden rund 700 Einzelinformationen zu Investitionskosten von Heizgeräten, Installation, Wartung, Brennstoffkosten usw. system- und herstellerunabhängig erhoben und zu einem umfassenden Datensatz zusammengeführt. Diese Daten werden zur Erstellung eines Kostenvergleichs zur graphischen Gegenüberstellung der Systeme genutzt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei allen Zahlen um repräsentative Durchschnittswerte handelt, die nicht jede Einzelsituation abdecken können und damit auch nicht die genaue nachgeschaltete Kostenplanung eines praktischen Fachmanns ersetzen.
 
Neben dem Kostenvergleich bietet HEINZi auch die Dienstleistung, die Vor- und Nachteile aller gängigen Heizungssystem und Fördermöglichkeiten auf aktuellem Stand bereitzustellen. Für die Zukunft sind wir bereits in Austausch mit den Initiatoren, um bei der Implementierung weitere Systeme und Funktionalitäten des Beratungs- und Informationsportals zu unterstützen. 

Unternehmensinformation

Die Energie AG Oberösterreich ist der moderne und leistungsfähige Anbieter für Strom, Gas, Wärme, Wasser sowie Entsorgungs- und Informations- und Kommunikationstechnologie-Dienstleistungen. Als Infrastrukturkonzern versorgen wir mehr als 450.000 Kunden über das 30.000 Kilometer lange Hoch- und Niederspannungsnetz mit Strom und über das 5.000 Kilometer lange unterirdische Leitungsnetz mit Erdgas. Die Energie AG erzeugt einen Teil des dafür benötigten Stroms in ihren eigenen 79 Kraftwerken (Wasserkraftwerke, thermischen Kraftwerke und Verwertungsanlagen, Photovoltaikgroßkraftwerke und dezentralen Photovoltaik-Bürgerkraftwerke, Windkraftanlagen) nach höchsten ökologischen Standards. Zudem werden mehr als 1 Million Einwohner in Oberösterreich, Tschechien und Ungarn mit bestem Trinkwasser versorgt. Die Energie AG Oberösterreich ist auch im Bereich der Telekommunikation ein verlässlicher Partner und betreibt einen wesentlichen Teil der Telekommunikationsstruktur in Oberösterreich. Für Gemeinden, Gewerbe- und Industriekunden werden österreichweit hochqualitative und nachhaltige Entsorgungsdienstleistungen angeboten.
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Kontakt

Michael Frostel MSc
Pressesprecher, Leiter Konzernkommunikation 

Tel. +43 (0)5 9000-3993
Fax +43 (0)5 90005-3993
Mobil +43 (0)664 60165-3993
michael.frostel@energieag.at 


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