20.09.2020

SolarCampus der Energie AG Oberösterreich: In 10 Jahren Strom für 3.100 Haushalte erzeugt und 4.400 Tonnen CO2 eingespart

Energie AG SolarCampus

SolarCampus Eberstalzell Photovoltaik Sonnenstrom PV

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Seit zehn Jahren ist der SolarCampus der Energie AG Oberösterreich in Eberstalzell in Betrieb. In dieser Zeit hat Österreichs größte Photovoltaik-Forschungsanlage den Jahresstromverbrauch von mehr als 3.100 Haushalten erzeugt. Das entspricht einer CO2-Einsparung von 4.400 Tonnen, was in etwa so viel ist wie der Jahresausstoß von 1.400 PKWs. Die Photovoltaikanlage in Eberstalzell hat sich als sehr stabil und langlebig erwiesen. Dies bestätigt einmal mehr den bereits vor 30 Jahren eingeschlagenen Weg des Energiekonzerns zur Nachhaltigkeit und Nutzung der Sonnenenergie. Wie stark die Photovoltaik boomt, zeigt ein Vergleich der installierten Anlagen im Netzgebiet der Netz Oberösterreich GmbH: Waren es vor 10 Jahren 1.000 PV-Anlagen sind es heute 22.000.

„Oberösterreich ist Vorreiter in Sachen Energiewende. Im Bereich der Photovoltaik ist unser Land mit einer ausgebauten Spitzenleistung von fast 300 MWp führend. Unser Ziel muss sein, den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent weiter zu verfolgen. Dies gilt nicht nur für die Photovoltaik sondern auch für die Wasserkraft“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

„Es freut mich, dass wir dieses Jahr bereits das 10-jährige Jubiläum unseres SolarCampus in Eberstalzell feiern können. Mit dem Bau der Anlage in Eberstalzell wurde ein wichtiger Meilenstein für die Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen gesetzt. Durch die Nutzung der erneuerbaren Energien aus Wasser, Wind und Sonne wird in Oberösterreich 100 % des Strombedarfs von Privathaushalten gedeckt“, sagt Energie AG Generaldirektor Werner Steinecker.

„Photovoltaik ist neben der Stromerzeugung aus Wasserkraft und der Windnutzung jetzt schon eine tragende Säule der erneuerbaren Energiezukunft und ihre Bedeutung wird noch weiter zunehmen, damit wir trotz steigendem Energieverbrauch unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt hinterlassen.“ ist Energie AG Technikvorstand Stefan Stallinger überzeugt.

Photovoltaik-Forschung am SolarCampus
Die Energie AG nutzt seit Beginn der Forschung in Eberstalzell die Erkenntnisse aus dem Projekt für alle weiteren Photovoltaik-Projekte. Die bisherigen Forschungsergebnisse können sich sehen lassen:
  • Die kristallinen Silizium-Module liefern nach 10 Jahren noch immer mehr als 96 % ihrer Ursprungsleistung, es gibt also nur sehr geringe Degradation.
  • Nachgeführte Anlagen, sogenannte Tracker, werden immer störanfälliger und verursachen hohe Betriebskosten. Fix montierte Anlagen werden seitens der Energie AG bevorzugt.
  • Die Module sind sehr robust – trotz großer Flächen gibt es keinen Blitz- oder Hagelschaden.
  • Im Jahresmittel ist die Erzeugung sehr konstant (+/- 3 %) und damit gut prognostizierbar.
  • Eine Lebensdauer der Module von ca. 40 Jahren wird erwartet.
Dank den vielen positiven Erkenntnissen wird die Energie AG auch weiterhin den Erneuerbaren-Ausbau, wie er auch im Regierungsprogramm verankert ist, weiter vorantreiben. Das Ziel des Regierungsprogramms ist es, bis zum Jahr 2030 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 11.000 Megawattpeak im österreichischen Stromnetz zu installieren. Das entspricht in etwa 11.000 Mal dem SolarCampus in Eberstalzell und bedeutet eine Versechsfachung der derzeit vorhandenen österreichweiten Photovoltaikfläche.

Stromerzeugung und Weiterentwicklungen
Seit 21. Mai 2010 liefert das Sonnenkraftwerk mit einer Verfügbarkeit von 99 % umweltfreundlichen Strom für mehr als 300 Haushalte. In den letzten zehn Jahren konnte beim SolarCampus eine hervorragende Erzeugung von 11.400 MWh erreicht werden. Mit einer Kollektorfläche von rund 8.000 m² ist das Photovoltaik-Kraftwerk beinahe so groß wie zwei Fußballfelder und soll auch in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden.

Im Netzgebiet der Netz Oberösterreich hat sich in den vergangenen 10 Jahren die Anzahl der Anlagen von etwa 1.000 auf 22.000 vervielfacht. Rund 60 % der Photovoltaikanlagen weisen eine Spitzenleistung zwischen 3 und 20 kW auf und sind vorwiegend auf Dächern von Privathaushalten installiert. Bei rund 20 % der Anlagen handelt es sich um Installationen zwischen 100 und 400 kWp, die vor allem auf Dächern von Gewerbe- und Industriebetrieben montiert sind. Die Gesamterzeugung aller Photovoltaikanlagen im Versorgungsgebiet der Netz OÖ liegt derzeit bei über 300 MWp und entspricht in etwa 300.000 MWh jährlich und somit in etwa dem Verbrauch von 85.000 Haushalten.
Umgelegt auf den Stromverbrauch der Beleuchtung und der Waschmaschinen in oberösterreichischen Privathaushalten, können diese damit rechnerisch alleine durch die Kraft der Sonne betrieben werden.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich aber auch international vieles verändert. Weltweit werden heuer Solarkraftwerke mit einer Gesamtpeakleistung von ca. 110 Gigawatt neu ans Netz gehen. Insgesamt sind weltweit bereits 600 GWp installiert. Die Module werden - neben nur vereinzelten Produktionen in Europa - fast ausschließlich in Asien erzeugt und sind um etwa 50 % leistungsfähiger als noch vor zehn Jahren. Die Kosten für die Paneele sind zudem auf etwa 25 % vom damaligen Preis gesunken. Durch diese permanenten Weiterentwicklungen ist es heutzutage für Privathaushalte aber auch für Gewerbe- und Industriebetriebe noch interessanter geworden, in eine Photovoltaikanlage zu investieren, denn eine durchschnittliche Anlage hat sich je nach Nutzung und Stromverbrauch in etwa 12 – 15 Jahren abbezahlt.

Besuchermagnet SolarCampus
Der SolarCampus mit seinem ZukunftsZentrum ist seit der Eröffnung im September 2010 sehr gut besucht. Bis zum Frühjahr waren bei den verschiedensten Veranstaltungen und Führungen insgesamt an die 55.000 Besucher zu Gast. Diese haben sich über die Funktionsweise des Sonnenkraftwerkes, die Forschungstätigkeit der Energie AG in diesem Bereich sowie die Möglichkeiten der Nutzung von Sonnenenergie in den eigenen vier Wänden informiert.

Die Gruppe der Interessenten reicht von obersten Vertretern der Politik über die Vorstände von Energieversorgungsunternehmen aus dem In- und Ausland sowie Experten aus der Branche bis hin zur breiten Bevölkerung - alle wollten einen Blick hinter die Kulissen der Stromerzeugung mit der Kraft der Sonne werfen.

Innovative PV-Angebote für Kunden
Dank dieser Erfahrung kann die Energie AG nicht nur auf eine beeindruckende Bilanz bei der Photovoltaik-Erzeugung verweisen, sondern ist auch in Sachen innovativer Angebote für die Kunden Vorreiter: Mit dem PV-SuperDeal gibt es seit kurzem ein attraktives Angebot für Privatkunden, die für monatlich 153 Euro ihre PV-Anlage in unterschiedlichen Größen finanzieren können. Auf der Website www.energieag.at steht zudem ein interaktiver Photovoltaik-Rechner zur Verfügung, mit dem jeder Interessent innerhalb weniger Klicks seine ideale PV-Anlage berechnen kann.

Für Businesskunden gibt es darüber hinaus das PV-Contracting-Angebot: Die Energie AG errichtet auf den Dachflächen von Betrieben eine PV-Anlage, die nach einer vordefinierten Laufzeit in das Eigentum des Betriebs übergeht. Damit kann der Sonnenstrom bereits vom ersten Tag an für den Eigenverbrauch genutzt werden. Insgesamt betreibt die Energie AG 52 Photovoltaik-Contracting-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 6,6 MWp. Die jährliche Stromerzeugung aller diese Anlagen beträgt etwa 6,6 GWh, was dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 1.880 Haushalten entspricht. Alleine 2020 wurden zusätzlich 21 neue Anlagen mit einer Leistung von 3,6 MWp von der Energie AG errichtet.

PV-Kalkulator hilft die passende Anlage für jedes Eigenheim zu finden
Die Innovationseinheit der Energie AG, die Wertstatt 8, hat vor kurzem einen PV-Kalkulator entwickelt. Dieses Tool bietet Privathaushalten eine Entscheidungshilfe bei der Suche nach der passenden Photovoltaikanlage. Auf der Website http://pv-kalkulator.energieag.at/ wird nun eine unabhängige Möglichkeit geboten, anhand des eigenen (geschätzten) Strombedarfs und der eigenen Dachfläche die optimale Größe der PV-Anlage zu ermitteln. Darüber hinaus werden weitere Informationen, zum Beispiel wie viel Strom selbst verbraucht werden kann, was die Anlage kosten könnte oder welche Förderungen möglich sind, auch automatisch berechnet.
Photovoltaik ist laut Meinungsforschern die beliebteste Form der Energiegewinnung der Österreicher bei den erneuerbaren Energietechnologien und rund ein Drittel der Befragten gab an, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre eine PV-Anlage errichten zu wollen. Photovoltaik spielt außerdem eine wesentliche Rolle beim Erreichen des (bilanziellen) 100%-Erneuerbare Energie-Ausbauziels der Bundesregierung bis 2030. Daher sind Produkte und Dienstleistungen, die den Ausbau vorantreiben, besonders gefragt.


Unternehmensinformation

Die Energie AG Oberösterreich ist der moderne und leistungsfähige Anbieter für Strom, Gas, Wärme, Wasser sowie Entsorgungs- und Informations- und Kommunikationstechnologie-Dienstleistungen. Der Konzern steht für höchste Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte, Prozesse und Services. Als kompetentes und wettbewerbsorientiertes Unternehmen wird den Kunden ein faires Preis-/Leistungsverhältnis garantiert.


Die Energie AG Oberösterreich Erzeugung GmbH wurde im Mai 2019 gegründet und ersetzt die Gesellschaften Kraftwerke GmbH, Wärme GmbH und Teile der Power Solutions GmbH. Sie umfasst 43 Wasserkraftwerksanlagen,  5 thermische Kraftwerke, 12 Windkraft- und 18 Photovoltaikanlagen.

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