27.05.2015

Photovoltaik-Großkraftwerk am Flughafen Linz deckt rund 40 Prozent des Strombedarfs ab

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Flugaufnahme Photovoltaikkraftwerk blue danube airport

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Nicht nur als Drehscheibe für jährlich rund 560.000 Passagiere und 44.000 Tonnen Fracht zeichnet der blue danube airport linz verantwortlich. Als hochtechnisierter Luftverkehrsdienstleister legt der Flughafen auch außerordentlich viel Wert darauf, ökologisch immer „state of the art“ zu sein und seine Energiebilanz permanent zu verbessern. 
 
Bereits in der Vergangenheit wurde modernste Technik eingesetzt, um flugbetriebliche Anlagen und Flughafengebäude möglichst energieschonend betreiben zu können. „Wir haben 2010 unser Unternehmensleitbild neu definiert und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt als eigenen, für unser Handeln sehr wichtigen Grundsatz, definiert. Unsere Besucher und Passagiere können inzwischen am Flughafen ihre Elektrofahrzeuge an einer E-Tankstelle aufladen. Unsere Vorfeldbeleuchtung ist mit modernster LED-Technik ausgestattet und auch das vor zwei Jahren errichtete Frachtterminal 5 wurde nach den neuesten, technischen Maßstäben und äußerst energieeffizient errichtet“, so Dipl.-Ing. Gerhard Kunesch, Direktor des Linzer Flughafens.
 
2.300 m² Solarmodule auf Terminal und Gerätehalle
 
Nun setzt der Flughafen Linz erneut einen Meilenstein, um seine Energiebilanz weiter zu verbessern: In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Energie AG Oberösterreich und der LINZ AG wurden auf dem Dach des Frachtterminals 1 sowie einer Gerätehalle Photovoltaik-Anlagen errichtet. In der jetzt fertig gestellten Ausbaustufe I wurden 2.300 m² Solarmodule verbaut, die mit einer Leistung von 350 kWp jährlich rund 350 MWh umweltfreundlichen Strom erzeugen. Die installierte Leistung bringt damit 40 % der benötigten elektrischen Energie für das gesamte, hoch-dynamische Frachtzentrum (5 Terminals / 23.000 m² Gebäudeflächen) auf.
 
Mit 550 kWp Leistung internationale Dimensionen im Visier
 
Bereits jetzt ist die bestehende Photovoltaikanlage die österreichweit größte auf einem Flughafen. Die Anlagen der Flughäfen Salzburg und Graz verfügen vergleichsweise über Leistungen von 237 (Salzburg) bzw. 40 kWp (Graz). 2016 wird die Linzer Anlage nochmals erweitert. In der Ausbaustufe II werden weitere 1.400 m² Solarmodule errichtet. Die Gesamtanlage wird dann eine Leistung von 550 kWp aufweisen.
 
Damit wird die gemeinschaftliche Flughafen-Photovoltaikoffensive von Energie AG und LINZ AG internationale Dimensionen erreichen. Der Flughafen München besitzt beispielsweise eine PV-Anlage mit 450 kWp Leistung.
 
Eine besondere Herausforderung für die beteiligten Spezialisten stellten die Anforderungen dar, die durch den Luftverkehr verursacht werden. Bereits in der Planungsphase musste darauf geachtet werden, dass die Anlagen keine Störquellen für den Luftverkehr darstellen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf möglicherweise auftretenden Lichtreflexionen, die den Luftverkehr beeinträchtigen könnten.
 
Darüber hinaus galt es die bestgeeigneten Standorte auf den bestehenden Gebäuden des Flughafens unter Berücksichtigung der speziellen Baustatik und der Gegebenheiten aus den bestehen elektrischen Anlagen zu ermitteln. Trotz dieser Herausforderungen gelang es die Anlage in extrem kurzer Bauzeit zu realisieren. Alleine bei der Ausbaustufe I wurden rund 10 km Kabel und Leitungen verlegt.
 
„Mit der Energie AG und der LINZ AG haben wir uns hochspezialisierte Projektpartner an Bord geholt, die nicht nur sehr viel Erfahrung im Bau von großen Photovoltaik-Anlagen haben, sondern uns gerade auch bei den sehr spezifischen Anforderungen, die durch den Luftverkehr verursacht werden, hervorragend beraten und betreut haben. Ich denke, dass dieses Gemeinschaftsprojekt auch vor diesem Hintergrund ein echtes Vorzeigeprojekt ist“, betont Kunesch.
 
Strom aus der Sonne: Kunden profitieren vom umfassenden  Photovoltaik-Wissen der Energie AG-Experten
 
Die Energie AG ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert Vorreiter bei der Nutzung von Sonnenenergie und dem Einsatz von Photovoltaik in Österreich. Dank den Erfahrungen aus diesem Engagement profitieren Kunden der Energie AG von neuen, innovativen Produkten und Angeboten im Photovoltaik-Bereich. 
 
Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner: „Wir haben mit unseren erfolgreichen Anlagen wiederholt unter Beweis gestellt, dass auch in Österreich Photovoltaik sinnvoll genutzt werden kann. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, dass auch unsere Kunden – wie aktuell der Linzer Flughafen – davon profitieren.“ Teil der Gesamtanlage am Flughafen ist auch das über ein Contracting-Modell realisierte jüngste Sonnenkraftwerk der Energie AG. Die 1.182 Module mit einer Fläche von 2.010m² Größe sind auf drei unterschiedlichen Dächern im Frachtbereich des Flughafens verteilt und haben eine Gesamtleistung von 299 kWp. Sie werden pro Jahr rund 300.000 Kilowattstunden Photovoltaik-Strom erzeugen. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von rund 100 Haushalten. 
 
Die Photovoltaik-Experten der Energie AG, die in den vergangenen fünf Jahren seit der Inbetriebnahme von Österreichs größtem Photovoltaik-Forschungskraftwerk, dem „SolarCampus der Energie AG“ in Eberstalzell, insgesamt 14 weitere Anlagen unterschiedlichster Größen im In- und Ausland konzipiert, errichtet und in den Kraftwerkspark der Energie AG überführt haben, werden das Sonnenkraftwerk am Flughafen in den kommenden 20 Jahren betreiben. Im Anschluss wird das Kraftwerk in den Besitz des Flughafens übergehen. Gemeinsam mit der Anlage der LINZ AG erreicht das Sonnenkraftwerk des blue danube airport linz eine Gesamtleistung von 349 kWp. Es übertrifft somit das bisher leistungsstärkste Sonnenkraftwerk am Flughafen Salzburg (237 kWp) und ist somit das derzeit größte Flughafen-Photovoltaik-Kraftwerk in Österreich. 
 
Energie AG ist seit mehr als drei Jahrzehnten Vorreiter bei Photovoltaik-Nutzung
 
Die Energie AG positioniert sich seit Jahren als Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien. Seit den 1980er-Jahren wurden mehrere Photovoltaik-Forschungsprojekte in kleinerem Umfang umgesetzt. Zu diesen Aktivitäten zählen unter anderem die Versuchsanlage an der Westautobahn A1 bei Seewalchen, das „Haus der Zukunft“ in Schmiding sowie die großen Photovoltaik-Projekte, die nach wie vor als Musterbeispiele für Innovationsgeist gelten. 
 
„Das Sonnenkraftwerk am Loser im Ausseerland ging vor über 25 Jahren in Betrieb. Wir haben damals Pioniergeist gezeigt und bewiesen, dass Photovoltaik auch bei uns funktionieren kann“, sagt Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner. Aus dem reichen Schatz an Erfahrungen habe man bei der Entwicklung neuer Projekte profitiert und wesentliche Faktoren auch in der Wirt-schaftlichkeitsrechnung berücksichtigen können.
Mit dem Kraftwerk am Flughafen Linz steigt die Anzahl der Energie AG-Photovoltaik-Kraftwerke auf nunmehr 18 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5 Megawatt. Sie erzeugen Sonnenstrom, der den Jahresbedarf von rund 1.500 Haushalten decken kann.
 
Zukunftsherausforderung: Energie der Sonne speicherbar machen
 
Eines der zentralen Themen der zukünftigen Energieversorgung ist die Speicherung von Energie. Neue, leistungsfähige Stromnetze mit intelligenten Stromzählern, von denen die Energie AG bereits mehr als 160.000 installiert hat, sind zentraler Bestandteil davon. „Das ist eine Herausforderung der Zukunft und wird entscheidend dafür sein, dass die Integration der volatilen erneuerbaren Energieträger Wind und Sonne in das Energiesystem gelingen kann“, ist Windtner überzeugt. Für Kunden des Energie AG-Vertriebs ist seit wenigen Tagen das „Sonnenstrom-Speicherpaket“ verfügbar, bei dem der in der eigenen Photovoltaik-Anlage erzeugte Strom über einen virtuellen Speicher optimal genutzt werden kann. So gelingt es bei optimalen Verhältnissen, den virtuellen Eigenerzeugungsgrad auf bis zu 50 % zu steigern.
 
Ein weiteres Beispiel für eine Speichermöglichkeit von Sonnenstrom wurde beim Forschungsprojekt am Standort Haid mittlerweile erfolgreich erprobt, bei dem Mittels Elektrolyse Sonnenstrom in Wasserstoff verwandelt und weiter in das Erdgasnetz der Netz Oberösterreich eingespeist wird. Damit steht diese erneuerbare Energie über das flächendeckend vorhandene Leitungsnetz für verschiedenste Segmente (Wärme, Verkehr oder wieder zur Stromproduktion) zur Verfügung. Das Projekt stellt den Innovationsgeist der Energie AG unter Beweis, es wurde in der Vorwoche mit dem Energy Globe Award ausgezeichnet. 
 
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